19. November 2020

Garantie

Produkte werden oftmals mit einer bestimmten Zeit an Garantie beworben. Doch was bedeutet das für den Käufer eigentlich genau?

Unter Garantie ist die Übernahme der Haftung für die Mängelfreiheit einer Sache zu verstehen. Diese wird freiwillig gewährt, was bedeutet, dass ein Garantieanspruch nur besteht, wenn eine entsprechende Garantieerklärung gemacht wurde. Der Inhalt ist dabei grundsätzlich beliebig gestaltbar, insbesondere kann der Garantiezeitraum unterschiedlich festgelegt sein. Ein Verschulden des Garantierenden für einen Mangel am Produkt spielt dabei keine Rolle.

Auch können die Rechte des Begünstigten (meistens Verbesserung oder Austausch) von der Erfüllung gewisser Voraussetzungen abhängig sein, wie etwa eine Registrierung des Kunden auf einer Website, Garantie nur für den Erstkäufer, nicht aber bei Wiederverkauf etc. Weiters kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass der Garantierende im Rahmen der Garantie für einen gewissen Zeitraum zwar die Kosten des Materials, nicht aber die der Arbeit übernimmt. Eine weitere mögliche Voraussetzung für die Inanspruchnahme wäre auch, dass in einer bestimmten Werkstätte regelmäßige Serviceleistungen durchgeführt werden.

Außerdem ist zu beachten, dass sehr häufig nicht der unmittelbare Vertragspartner – also in der Regel der Verkäufer – diese Garantie übernimmt, sondern der Hersteller, auch wenn die Abwicklung eines Garantiefalls meistens direkt durch den Verkäufer erfolgt.

Solche Garantieerklärungen dürfen nicht mit den gesetzlich vorgesehenen Gewährleitungsrechten verwechselt werden.

Unsere Kanzlei bietet Ihnen umfassende rechtliche Beratung zu diesem Thema und steht Ihnen für ein persönliches Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.

 

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Dr. Zsizsik & Dr. Prattes Rechtsanwälte OG
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